GESCHICHTE DER SGS

GRÜNDUNG

Am 18. Mai 1955, wurde von 15 Sportkameraden der "Fussballclub Siemens" gegründet. Schon vorher, im Sommer 1951, hatte man im Rahmen der Firmeninternen Sportbeziehungen Spiele gegen Siemens-Mannschaften aus anderen Standorten ausgetragen.
Erinnerungen aus dieser Zeit sind die Spiele gegen die Mannschaft des Kabelwerks Neustadt/Coburg, die sich zu 90 % aus Spielern des VFL Neustadt zusammensetzte, und die Fahrt in die Ostzone nach Sörnewitz, wo wir gegen eine Mannschaft des ehemaligen Siemens-Hausgerätewerks spielten und nette Gastfreundschaft geniessen durften.
Die Herstellung der sportlichen Verbindung zu anderen Siemens-Dienststellen war ja auch das Ziel unseres auf Breitenarbeit ausgerichteten Vereins.
Wir können heute rückblickend feststellen, dass der Ring unserer Verbindungen zu Sportkameraden anderer Siemens-Dienststellen sich fast geschlossen hat, konnten wir doch inzwischen die Sportler von Wuppertal, Hamburg, Berlin, München und Frankfurt entweder auf eigenem Platz oder hier in Erlangen kennenlernen. Im Juni 1954 wurde das schöne Siemens-Sportfeld eingeweiht, wozu wir als Gast eine Mannschaft der ZN Saarbrücken begrüssen konnten.
Mit dieser herrlichen Anlage, ein Geschenk der Firma an ihre sporttreibenden Mitarbeiter, hatten wir ein ideales Sportgelände zur Verfügung, wir hatten ein Zuhause. Es trafen sich dann am 18. Mai 1955 im Kameradschaftsheim Zeppelinstrasse die "Unentwegten" und gründeten dort den "Fussballclub Siemens". Dass dazu viel Mut gehörte, geht schon daraus her vor, dass es zu dieser Zeit bereits 8 Erlanger Fussballvereine gab, die zum grossen Teil in höheren Klassen spielten. Das Protokoll über die Gründungsversammlung nennt folgende Sportkameraden als Gründungsmitglieder:

Dieter Dorn, Johann Eger, Hubert Emonts, Hans Engelhardt, Stephan Funk, Walter Golaczewski, Heinz Götz, Peter Gräf, Wolfgang Herda,
Manfred Jung, Walter Lamneck, Herbert Magnus, Günter Schirmer, Walter Schmidt, Walter Schuster.

Unser damaliger Mittelläufer Lamneck wurde 1. Vorstand und in den Spielausschuss wurden die Sportkameraden Dorn, Magnus und Emonts gewählt.

Es begann nun eine intensive Aufbauarbeit.

Am 24. August 1955, nach Annahme einer regelrechten Vereins-satzung, wurde eine vollständige Vorstandschaft gewählt. Von der Firmenleitung erhielten wir die Berechtigung, den Vereinsnamen "FC Siemens" zu führen mit der Auflage, dass nur Firmenangehörige ordentliche Mitglieder werden konnten.

Wir meldeten uns beim BLSV und beim Bayerischen Fussballverband zur Teilnahme an den Punktespielen an und trugen bis zum Beginn der Runde im August 1956 zur Vorbereitung 20 Spiele gegen Mannschaften aus der A-, B- und C-Klasse aus. Das Ergebnis dieser Freundschaftsspiele, 12 gewonnen, 6 unentschieden und nur 2 verloren, stimmte uns zuversichtlich. Wir ahnten damals nicht, wie schwer der Weg nach oben sein würde.

ERSTE ENTSCHEIDUNGSSPIELE

In der B-Klasse fande man nun wesentlich stärkerer Gegner.
Ein schlechter Start in die Saison 58/59 mit 7:17 Punkten und den drittletzten Platz in der Liga, hat man sich nun ernstahfte Sorgen gemacht. Zumal der Verband aufgrund einer neuer Klasseneinteilung zum Ende der Saison 5 Vereine absteigen lässt.
Mit vereinten Kräften, die sich aus dem Kern der 1.Mannschaft und einige bewährte "Altherren"-Spieler zusammensetzte, konnte man eine starke Rückrunde spielen und drehte die Punktestatistik um auf 17:7. Den Klassenverbleib konnte man am letzten Spieltag in Gräfenberg mit 7:1 gewinnen und den Verbleib in Klasse B sichern.

Erinnerungsbild:
oben v.l.n.r.: Dorn, Meister, Völkl, Lochner, Metzner
mitte v.l.n.r.: Jung, Wild, Allmendinger
unten v.l.n.r.: Schimmer, Herda, Jungkunz